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Alternativer Bärenpark

Duderstätter Straße 36a
37339 Leinefelde-Worbis

Telefon: 036074/20090
Fax: 036074/30665

E-Mail: Web:





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Bär Mario scheuert sich seinen Rücken stehend an einem Baum. Bärin Mischka klaut sich in diesem Augenblick den vor ihm liegenden Salatkopf und verschwindet in den Büschen. Goliath, der größte Bär in diesem Wald, schmust gerade mit der Syrischen Braunbärin Emma, während Pedro und Jimmy ein ausführliches Bad nehmen. Jeder in einem anderen Teich.
Alles das und weitere Bären sowie ein Wolfsrudel kann der Besucher des Bärenparks in Worbis über Stunden beobachten. Immerhin nutzen die beiden Tierarten eine naturbelassene Freianlage – Wiesen und Wald – von 40000 m².

Was so selbstverständlich scheint, ist es leider immer noch nicht. Weltweit sitzt der Sympathieträger Bär nach wie vor in kleinen Käfigen, tiefen Gruben oder in engen Zirkuswagen und muss zur Gaudi der Menschen alberne Kunststücke vorführen. Der Alternative Bärenpark Worbis, ein Projekt der STIFTUNG FÜR BÄREN, bietet einigen dieser Tiere eine Alternative zur bisher tierquälerischen Haltung und zu nicht mehr möglichen Auswilderung.

Der Besucher erhält auf einem Bärenlehrpfad zahlreiche Informationen zu den Bärenarten, ihren Lebensräumen, aber auch zu den Missbräuchen von Bären weltweit und speziell zu den Schicksalen der Worbiser Bären. Wenn der Besucher aber nur durch den Bärenpark wandeln möchte, ohne sich Gedanken über Wohl und Wehe von Bären zu machen, dann kommt er trotzdem nicht umhin, durch einen Maschendraht-Tunnel zu laufen. Dieser führt mitten durch die Bären-Wölfe-Freianlage hindurch.
Spätestens hier wird dem Besucher klar, dass es sich in Worbis um ein Tierschutzprojekt handelt. Der Besucher ist der scheinbar Eingesperrte, während sich Meister Petz und Gevatter Isegrim im Wald tummeln und es lernen, ihre bisher verkümmerten natürlichen Instinkte auszuleben. Zum Beispiel graben sie sich Höhlen und halten eine natürliche Winterruhe. Das aus Privathaltung übernommene Wolfsrudel fungiert als Therapeutenteam; es teilt sich den Bärenwald mit Meister Petz.


Der Alternative Bärenpark Worbis setzt aber nicht nur mit seiner Bärenhaltung ein Zeichen. Im Heimtierbereich wird die artgerechte Haltung von Meerschweinchen, Schildkröten und Kleinpapageien erklärt und in großzügigen Freianlagen bzw. in einer begehbaren Voliere demonstriert. Auf einem Bauernhof leben vom Aussterben bedrohte Thüringer Haustierrassen, wie z. B. das Leineschaf, die Thüringer-Wald-Ziege, Barthühner und Thüringer Kaninchen. In einer weiteren 1000 m² großen, Natur belassenen Freianlage fanden Waschbären, so genannte Tierschutzfälle, Aufnahme.


1996 wurde der erste Spatenstich für das damals einzigartige Refugium für Bären und Wölfe aus tierquälerischen Haltungen gesetzt. Seither ist mit Hilfe von Tierfreunden und zahlreichen Spenden ein international bekanntes Tierschutzprojekt entstanden. Neben der Rettung von Tieren ist die Umweltpädagogik ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Programme wie die „Nacht der Wölfe“, Bären- oder Wolfstage, Exkursionen „Auf den Spuren der Braunbären“, Informationen zum Thema Biene oder Ameise, die eine nicht unwichtige Rolle im Leben der Bären spielen, oder einfach nur eine Führung durch den Bärenpark gehören zu den Angeboten.

Ein Besuch des Bärenparks ist ganzjährig, also auch im Winter möglich. Wenn es auch einige Bären inzwischen gelernt haben, im Winter eine Winterruhe in selbst gegrabenen Höhlen zu halten, so hat der Besucher trotzdem beste Sicht über den größten Teil des Refugiums. Nicht alle Bären sind in Höhlen verschwunden und die Wölfe sind im Winter besonders aktiv.



Öffnungszeiten

Wochentag Öffnungszeiten


Unsere Tierarten
Zuordnung erfolgt nach der Tierartenliste des VDZ (Verband Deutscher Zoodirektoren e.V.), Stand 20.12.2010